Wasserpflege

Auch Wasser braucht Pflege!

 

Glasklares, in der Sonne glitzerndes Wasser ist im Sommer ein absolutes Muss für jeden Poolbesitzer. Niemand möchte schmierige Beläge, trübes Wasser und grüne Algenansammlungen. Doch die Realität sieht oft anders aus.

Während des Schwimmbetriebes gelangen zahlreiche Belastungsstoffe in den Pool. Badende tragen Keime und organische Substanzen in Form von Hautteilchen, Schweiß, Speichel, Kosmetika und Haaren in das Badewasser. Schwimmbecken im Garten werden zusätzlich durch umweltbedingte Verschmutzungen wie Pflanzenteile, Sand und Insekten belastet.

Diese Verunreinigungen begünstigen das Wachstum von Algen, Bakterien und Viren. Algen vermehren sich insbesondere dann, wenn zu wenig Desinfektionsmittel und zu viele Nährstoffe wie Phosphate, Stickstoff oder Kohlenstoff im Wasser vorhanden sind. Hohe Wassertemperaturen, starke Sonneneinstrahlung und ein zu hoher pH-Wert verstärken ihr Wachstum. Es tritt trübes Wasser und grünliches Moos auf. Bakterien und Viren hingegen sind Mikroorganismen, die sich in unzureichend desinfiziertem Wasser entwickeln. Sie sind unsichtbar und können beim Menschen zu mikrobiellen oder viralen Erkrankungen führen.

Während grobe Schmutzstoffe größtenteils im Filterkreislauf auf mechanisch-physikalische Art beseitigt werden, wird die Abtötung der Kleinstlebewesen hingegen durch den Einsatz von chemischen Mitteln erreicht.

 

1/ Gründliche Reinigung

Vorbedingung für eine optimale Wasserqualität ist eine gründliche Reinigung des Schwimmbeckens.

Eine Grundreinigung wird 1 x im Jahr bei entleertem Becken, idealerweise beim Saisonstart, durchgeführt. Während des Schwimmbetriebs sind in regelmäßigen Abständen Beckenboden und -wände sowie die Wasseroberfläche und -linie von grobem Schmutz wie Laub, Insekten und Kalkablagerungen zu reinigen. Des Weiteren muss der Skimmer- und der Pumpenkorb geleert werden.
 

Grundausstattung zur Wasserpflege

 

2/ Gute Filtration

Eine Filteranlage ist die Grundlage für eine gleichbleibend gute Wasserqualität. Denn sie filtert grobe Verunreinigungen und Verschmutzungen heraus, die durch den Poolnutzer oder die Umgebung in das Wasser gelangen.

Eine gute Pumpe ist wichtig für eine effiziente Wasseraufbereitung und Filtration. Sie setzt den Umwälzkreislauf in Gang und sorgt für eine gleichmäßige Durchströmung des Beckens. Grobe und feine Schmutzpartikel (z.B. Sand, Blätter, Haare, Hautschuppen) werden möglichst schnell und auf kurzem Wege vom Skimmer und Bodenablauf abgesaugt. Das verunreinigte Wasser gelangt über ein Rohrsystem in den Filterkessel. Dort wird es mithilfe eines Filtermediums (Sand oder Glas) von Verschmutzungen befreit. Anschließend wird das gereinigte Wasser durch die Einlaufdüsen zurück in das Becken gedrückt.


 

3/ Zuverlässige Wasserpflege

Poolwasser reagiert sensibel auf viele Faktoren. Für klares, hygienisch einwandfreies Wasser ist die Wasserqualität regelmäßig zu überprüfen und durch eine Zugabe von Wasserpflegemitteln zu regulieren.

4 Schritte zur optimalen Wasserpflege

Chlor: Besser als sein Ruf

 

Unangenehmer Geruch, gereizte Augen und schlecht für die Haut: Chlor hat ein negatives Image. Zu Unrecht, wie wir hier zeigen.

Warum wird das Wasser im Schwimmbad mit Chlor behandelt?
Chlor ist eine wahre Wunderwaffe! In Wasser gelöst, bekämpft es Bakterien und Viren, die über Hautschuppen, Haare, Schweiß und Speichel ins Wasser gelangen. Diese Mikroorganismen können beim Menschen mikrobielle oder virale Erkrankungen verursachen. Chlor besitzt ein hohes Desinfektionspotenzial und sorgt zuverlässig für hygienisch einwandfreies Wasser. Es hat sich über Jahrzehnte bewährt und ist auch die für öffentliche Anlagen vorgeschriebene Desinfektionsart.

Welche Arten von Chlor gibt es?
Zum einen wird die Form des Chlors unterschieden: Es gibt Chlor als Tablette oder Granulat für die Dosierung von Hand sowie Flüssigchlor für Dosieranlagen. Ein anderer Unterschied ist die Löslichkeit. Langsam lösliches Chlor wird für die Grunddesinfektion über einen längeren Zeitraum, beispielsweise während des normalen Badebetriebs, verwendet. Schnelllösliches Chlor (Schockchlor) hingegen kommt zum Einsatz, wenn schnell eine hohe Keimtötungskraft erforderlich ist. Das ist bei der Erstbefüllung, nach der Winterpause oder bei Algenbildung der Fall. Nach einer Schockchlorung darf das Schwimmbecken erst wieder benutzt werden, wenn sich der Chlorpegel auf normalem Niveau (empfohlen: 0,3 – 0,6 mg/l) eingependelt hat.

Warum riecht Chlor oft so unangenehm?
Der klassische Chlorgeruch im Schwimmbad ist in Wirklichkeit gar kein Chlorgeruch, denn freies Chlor ist geruchsneutral. Den unangenehmen Geruch erzeugt gebundenes Chlor, das sogenannte Trichloramin. Es entsteht durch die Reaktion von Chlor mit Harnstoff, der aus der Haut der Badegäste ausgespült wird sowie über Urin und Schweiß in das Beckenwasser gelangt. Chloramine können die Schleimhäute angreifen, die Atemwege und Augen reizen.

Wie lässt sich dieser unangenehme Geruch verhindern?
Gründliches Duschen vor dem Baden verringert effektiv die Bildung von Trichloramin, denn es entfernt den Harnstoff fast vollständig aus der Haut. Schweiß und Kosmetikrückstände werden dabei ebenfalls abgespült. Des Weiteren hilft ein regelmäßiges Einspeisen von Frischwasser ins Becken. Eine Schwimmhalle sollte zudem ausreichend gelüftet werden.

Kann ein anderes Filtermedium den Chlorverbrauch senken?
Ja, bei einem herkömmlichen Sandfilter kann sich ein beträchtlicher Bakterienherd auf der Oberseite des Sands bilden. Bakterien haften sich an die Sandkörner an und bilden einen Biofilm. Bei Filterglas (AFM) hingegen können sich die Bakterien nicht absetzen. Sie bleiben ungeschützt und werden von Desinfektionsmitteln leicht vernichtet. Somit lässt sich der Verbrauch von Chlor deutlich senken und obendrein bildet sich kein Chlorgeruch.

Ist Chlor schädlich für die Gesundheit?
Chlor ist eine Chemikalie und daher mit Bedacht zu verwenden. Befindet sich die Konzentration von freiem Chlor zwischen 0,3 – 0,6 mg/l, dann ist das Badewasser hygienisch sicher und für die Badegäste gesundheitlich unbedenklich. Eine regelmäßige Kontrolle ist daher wichtig: mindestens 1 x pro Woche, bei hoher Badefrequenz häufiger.

Was muss ich bei der Dosierung beachten?
Zuerst den pH-Wert kontrollieren, denn erst wenn dieser korrekt eingestellt ist, wirkt das Desinfektionsmittel Chlor zuverlässig. Des Weiteren ist auf eine korrekte Dosierung zu achten: zu wenig Chlor desinfiziert nicht zuverlässig, zu viel verursacht eine Reizung von Haut, Augen und Atemwegen. Wer sicher gehen will, ist mit einer Dosieranlage gut beraten. Diese misst und regelt automatisch den pH-Wert und den Chlorgehalt des Wassers.

Trocknet Chlorwasser die Haut aus?
Es klingt zwar paradox, doch Wasser – egal ob mit oder ohne Chlor – trocknet die Haut aus. Wasser entzieht der Haut nach einiger Zeit Fett, mit einem Verlust von Feuchtigkeit als Folge. Hier hilft sorgfältiges Eincremen, am Besten sofort nach dem Schwimmen.

Ist Salzelektrolyse eine gute Alternative zu Chlor?
Salzelektrolyse wird zwar oft als chlorfreie Desinfektionsart beworben, hält aber diesem Versprechen nicht stand. Auch wenn das Schwimmbecken vordergründig mit Salz betrieben wird, wird dabei Chlor zur Desinfektion erzeugt. Bei der Salzelektrolyse wird Kochsalz (Natriumchlorid) in seine Bestandteile Natrium und Chlor aufgespalten, indem das Natrium reduziert und das Chlorid oxidiert wird. Das dabei entstehende Chlorgas desinfiziert das Wasser. Der Chlorgehalt muss daher auch bei einer Salzwasserelektrolyse gemessen und korrekt eingestellt werden.

Wasserpflege leicht gemacht!

 

PH-Wert einstellen, Chlor messen und dosieren, Flockmittel einbringen – Wasserpflege braucht Zeit und Erfahrung. Eine Dosieranlage von Entspannungsform nimmt Ihnen diese lästige Arbeit ab.

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